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Wozu ein Unternehmenskonzept?Existenzgründer entwickeln in der Konzeptionsphase
eine Menge guter Ideen. Leider sind diese Gedanken selten strukturiert. Deshalb ist es außerordentlich sinnvoll und hilfreich, in dieser Phase ein Konzept zu erarbeiten und dieses schriftlich
zu fixieren. Die Schriftform ist zu empfehlen, weil man so künftigen Partnern - zum Beispiel Banken - ein in sich geschlossenes Bild seines Vorhabens vermitteln kann. Sie ist auch deshalb sinnvoll, weil man
erfahrungsgemäß komplexe Gedanken nur dann konsequent und fehlerfrei zu Ende bringt, wenn man sie schriftlich niederlegt. Nur wer schriftlich plant, weiß genau, wohin er will. Ein solches Unternehmenskonzept
(‘auch ‘Business-Plan’ genannt) muss ein Teil des Gründers (der Gründer) selbst sein und bedarf ständiger Überprüfungen und Modifikationen. Er könnte wie folgt strukturiert sein: 1. Kurzfassung: Die Inhalte des
gesamten Konzeptes, das i.d.R.10-12 Seiten umfasst, wird auf einer halben DIN A 4-Seite zusammengefasst. Das ist schwierig und wird sinnvollerweise zum Schluß ausformuliert.
2. Die Person(en): Hier
geht es darum, die tragende(n) Person(en) des Vorhabens kurz zu skizzieren. Es geht nicht um Lebensläufe (die kommen in den Anhang), sondern um die Darstellung einschlägiger Kenntnisse und Erfahrungen, die
für den Erfolg der Gründung von Bedeutung sind, wie z.B. Branchenkenntnisse, Erfahrungen in der Ausübung unternehmerischer Funktionen und ähnlichem.
3. Die Geschäftsidee:
Hier wird das Produkt bzw. die Dienstleistung beschrieben. Welcher Nutzen wird gestiftet? Wodurch unterscheidet sich das neue Unternehmen von der Konkurrenz? Welche speziellen Risiken und Chancen bestehen?
4. Das Unternehmen: Hier geht es um Firma, Rechtsform, Eigentums- bzw. Beteiligungsverhältnisse, Branche, Standort, Adresse, Telefon, Telefax.
5. Der Markt:
Hier geht es um die Einschätzung des Marktes (Volumen, Potential, Konkurrenz) und um dessen voraussichtlicher Entwicklung, um Zielgruppen und um Marketingstrategien. Aber nicht nur Strukturen des Absatzmarktes sind in diesem Zusammenhang gefragt: Von Bedeutung sind auch Lieferanten (Abhängigkeiten?), Geschäftsverbindungen, Kooperationen usw.
6. Die Organisation: Hier geht es um Interna wie z.B. Unternehmensleitung, Zuständigkeiten, Personal, Ausstattung, Ausgestaltung des Rechnungswesens, Controllingsysteme u.ä.
7. Der Fianzplan: Hier geht es um die quantitative Planung des Unternehmens, um Umsatz- und Kostenplan, um die Planung der Investitionen und deren Finanzierung, um Liquiditäts- Erfolgs- und Rentabilitätsplan.
8. DerAnhang: Er besteht aus dem Lebenslauf (beim Team: aus allen Lebensläufen); aus wichtigen Vertägen (Leasing-, Franchise-, Miet- und Pachtverträgen, Grundstücks- und Unternehmenskaufverträgen) sowie
aus behördlichen Genehmigungen, Lizenzen, Patenten und ähnlichem. |
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